· Aktualisiert: 25. Sept. 2026 · PKS Redaktion · Lernspiele & MINT · 7 Min. Lesezeit

Scratch programmieren lernen: Hardware, Bücher & Einstieg für Kinder 2026

Scratch ist kostenlos – aber welche Hardware und Bücher helfen deinem Kind wirklich? Leitfaden für Eltern mit Top-Produkten ab 8 Jahren.

Die Angaben auf den 5 Produktkarten wurden zwischen dem 24. und 25. Sept. 2026 gegen die Herstellerseiten geprüft. So prüfen wir

Kurz gesagt

Scratch läuft kostenlos im Browser, für den Einstieg reicht ein Laptop oder Tablet mit Bildschirm ab etwa zehn Zoll, und ab sieben Jahren klappt es, wenn das Kind lesen kann und Unterstützung hat. Als Anleitung taugen die Bücher „Coole Spiele mit Scratch 3“ (ab acht) und „Let’s code Scratch!“ (ab zehn); Makey Makey (ab acht) und mBot2 (ab zehn) machen Code greifbar, sind aber kein Muss.

Scratch programmieren lernen: Hardware, Bücher & Einstieg für Kinder 2026

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Scratch selbst kostet nichts, das vorweg. Kostenlos heißt aber nicht, dass ein Kind ganz ohne Unterstützung programmieren lernt. Für den Einstieg braucht es ein stabiles Gerät, eine passende Anleitung und dann vor allem eines: viel Ausprobieren.

Welche Hardware und welche Bücher dabei wirklich helfen und welche eher nicht, steht hier.

Raspberry Pi 400 · ab 9 Jahren

Raspberry Pi 400 – Mini-Computer in einer Tastatur für Scratch und Python
  • Mini-Computer in einer Tastatur, 4 GB RAM
  • Schnell genug für Scratch, Python und darüber hinaus
  • Linux läuft flüssig, ideal für Terminal- und Programmiersprachen-Neugier

69,99 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

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Let's code Scratch! (Hauke Fehr) · ab 10 Jahren

Let's code Scratch! – Programmieren lernen mit Scratch, Buch von Hauke Fehr
  • Einstieg ohne Vorkenntnisse, durchgehend farbig, rund 380 Seiten (1. Auflage 2020)
  • Befehle, Variablen und Bedingungen Schritt für Schritt an Projekten
  • Projekte von hüpfenden Bällen bis zum Jump-and-Run, Skripte zum Download

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Makeblock mBot2 · ab 10 Jahren

Makeblock mBot2 – Programmier-Roboter mit CyberPi-Steuerplatine
  • CyberPi-Steuerplatine ermöglicht echte Python-Programmierung
  • mBlock ist eine auf Scratch basierende grafische Programmierumgebung
  • Aktuelles Flaggschiff; die Einrichtung kostet laut Praxisberichten Geduld

125,44 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

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Makey Makey Classic · ab 8 Jahren

  • Macht Bananen, Knete oder Alufolie zu Tasten für den Computer
  • Kombiniert mit Scratch: „Wenn Banane berührt, spiele Klang ab"
  • Macht Programmierung im wörtlichen Sinn zum Anfassen

Kein konkretes Modell hinterlegt — der Link führt zur Amazon-Suche.

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Coole Spiele mit Scratch 3 (Al Sweigart, dpunkt.verlag) · ab 8 Jahren

Coole Spiele mit Scratch 3 – Buch von Al Sweigart, dpunkt.verlag
  • Spieleprojekte wie Maze Runner, Brick-Breaker, Asteroids-Klon und Jump & Run
  • Alle Projekte einfach genug für Anfänger
  • Von der Skizze zum fertigen Spiel, Schritt für Schritt erklärt

19,95 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

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Was Scratch für Kinder leistet

Scratch ist die Programmiersprache für den Einstieg. Statt Code zu tippen, ziehen Kinder farbige Blöcke mit der Maus zusammen, ähnlich einem digitalen Legosystem. Dadurch bauen Siebenjährige ihre erste Animation, während Zwölfjährige damit schon komplexe Spiele entwickeln.

Verfügbar ist Scratch komplett kostenlos unter scratch.mit.edu, es braucht nur einen Browser und eine Internetverbindung, kein Download, keine Lizenz, keine versteckten Kosten.

Wozu dann noch Hardware und Bücher? Weil Scratch am Bildschirm zwar funktioniert, aber mit einem physischen Roboter oder einem guten Lernbuch spürbar mehr Spaß macht. Kinder lernen schneller, wenn sie sehen, dass ihre Befehle auch außerhalb des Bildschirms etwas bewegen.


Worauf es beim Kauf ankommt

Beim ersten Gerät zählt weniger die Leistung als die Zuverlässigkeit. Ein Laptop oder Tablet reicht völlig, wichtiger ist ein Bildschirm ab etwa zehn Zoll, damit sich die Blöcke gut sehen und verschieben lassen.

Wer später physische Projekte plant, LEDs ansteuern oder ein kleines Auto fahren lassen, spart sich mit mBot2 oder Makey Makey den Umweg über eine neue Programmierumgebung. Beide funktionieren direkt mit Scratch.

Nicht jedes Kind mag Lernvideos. Ein gutes Buch bringt Struktur in den Einstieg, Konzept für Konzept, mit Illustrationen und Übungen, und „Let’s code Scratch!“ von Hauke Fehr ist dafür eine naheliegende erste Wahl.

Am Ende zählt aber vor allem eines: Scratch lernt man durchs Machen. Das beste Buch nützt wenig, wenn danach nicht sofort ein eigenes Projekt beginnt, sondern nur das nächste Kapitel gelesen wird.


Die Produkte im Einzelnen

Raspberry Pi 400 (ab 10 Jahren)

Ein Mini-Computer in einer Tastatur, mit 4 GB RAM ausreichend schnell für Scratch, Python und mehr, sodass ein Kind so schnell nicht herauswächst. Das verlinkte Modell RPI400-DE hat eine deutsche Tastatur. Wer über Scratch im Browser hinauswill, findet hier den Raum zum Weitermachen.

Zum Pi 400.

„Let’s code Scratch!“ (Hauke Fehr, Vierfarben) (ab etwa 10 Jahren)

Das Buch aus dem Rheinwerk-Imprint Vierfarben richtet sich laut Verlag an Kinder und Jugendliche ohne Programmiervorkenntnisse. Es führt durch Befehle, Variablen und Bedingungen, jeweils an Projekten von hüpfenden Bällen über ein Labyrinth bis zum Jump-and-Run. Die Skripte gibt es zum Download. Unser Link führt zur 1. Auflage von 2020 mit rund 380 Seiten, inzwischen gibt es eine überarbeitete 2. Auflage. Eine Altersangabe nennt der Verlag nicht, Händler und Bibliotheken schwanken zwischen 8 und 12 Jahren. Wir ordnen es ab etwa 10 ein.

Zum Buch.

Makeblock mBot2 (ab 10 Jahren)

Ein Roboter, der über mBlock, eine Scratch-Ableitung, programmiert wird: LEDs, Ultraschallsensor, Motoren. Geschriebener Code zeigt sich sofort in der Bewegung des Roboters, das verbindet das abstrakte Klicken der Blöcke mit einer echten physischen Reaktion. Der Aufbau dauert etwa fünf Minuten, Werkzeug braucht es keines.

Der mBot2 ist mit Abstand das aufwendigste Produkt dieser Liste, dafür bietet er als einziges echte Motoren und Sensoren.

Makey Makey Classic (ab 8 Jahren)

Bananen, Knete oder Alufolie werden über das Makey Makey zur Computertastatur, und in Scratch lässt sich dann programmieren: „Wenn jemand die Banane berührt, spiele einen Ton ab.” Nach Spielerei klingt das, ist aber ernst gemeint, denn genau so wird Programmierung zum Anfassen.

Das Kit eignet sich besonders für Kinder, die verstehen wollen, wie alles zusammenhängt.

„Coole Spiele mit Scratch 3“ (Al Sweigart, dpunkt.verlag) (ab 8 Jahren)

Das Buch baut jedes Kapitel um ein Spiel. Laut Verlag gehören dazu ein Labyrinth mit acht Levels, ein Brick-Breaker, ein Asteroids-Klon und ein Jump & Run, jeweils von der Skizze bis zum fertigen Spiel Schritt für Schritt angeleitet. Der Verlag richtet es an Kinder im Grundschulalter mit Begleitung der Eltern, wir ordnen es ab 8 ein. Gedacht ist es für Kinder, die lieber an einem Spiel entlang lernen als an einer Themenliste.

Zum Praxisbuch.


Vergleichsübersicht

ProduktAlterBesonderheit
Raspberry Pi 40010+Ganzer Mini-Computer, wächst mit
Let’s code Scratch!10+Einstieg ohne Vorkenntnisse, rund 380 Seiten
mBot210+Roboter mit physischen Motoren, Scratch-kompatibel
Makey Makey Classic8+Bastler-Einstieg, sensorische Erfahrung
Coole Spiele mit Scratch 38+Ein Spiel pro Kapitel, 198 Seiten

Wann Hardware und Bücher noch warten können

Nicht jedes Kind braucht beim Einstieg mehr als den kostenlosen Browser-Editor. Wer noch gar nicht weiß, ob das Interesse trägt, sollte zuerst ein paar Wochen rein im Browser ausprobieren, bevor ein Buch oder ein Roboter dazukommt. Ein Kind, das nach der ersten eigenen Animation schon die Lust verliert, profitiert von zusätzlichem Material nicht mehr, nur weil mehr davon im Zimmer steht.

Auch bei Robotern lohnt Zurückhaltung, wenn Programmieren am Bildschirm für sich genommen schon trägt. Der mBot2 macht abstrakten Code sichtbar, ist aber kein Muss – viele Kinder bleiben jahrelang glücklich bei reinen Bildschirmprojekten, ohne dass ihnen etwas fehlt.


Wenn ihr tiefer einsteigen wollt


Häufig gestellte Fragen

Brauche ich Hardware für Scratch? Nein. Scratch im Browser (scratch.mit.edu) funktioniert auf jedem Gerät mit Internet. Hardware ist optional – aber es macht deutlich mehr Spaß, wenn dein Kind sieht, dass Code im echten Leben Dinge bewegt.

Welches Alter ist das beste zum Einstieg? Ab 7 Jahren funktioniert es, wenn dein Kind lesen kann und deine Unterstützung hat. Ab 9–10 Jahren können viele Kinder völlig selbstständig lernen. Mit 12+ können sie komplexe Projekte allein bauen.

Welches Buch ist das beste? Für strukturiertes Lernen eignet sich „Let’s code Scratch!“ von Hauke Fehr (Vierfarben), das ohne Vorkenntnisse Schritt für Schritt durch Projekte führt. „Coole Spiele mit Scratch 3“ von Al Sweigart (dpunkt.verlag) passt besser zu Kindern, die an einem Spiel entlang lernen wollen.

Muss ich selbst programmieren können? Nein. Du brauchst keine Ahnung von Code, um dein Kind zu unterstützen. Deine Rolle ist: Gerät bereitstellen, neugierig zuschauen, Fragen stellen (“Was macht dieser Block?”), loben.

Können mehrere Kinder zusammen Scratch lernen? Ja, sehr gerne. Pair-Programming ist sogar die beste Methode – ein Kind schreibt Blöcke, das andere erklärt, was sie tun. Das verdoppelt das Verständnis.


Wie ihr am besten startet

Scratch selbst kostet nichts, ein guter Einstieg braucht trotzdem etwas Planung. Ein stabiles Gerät, ein gutes deutschsprachiges Buch und später vielleicht ein Roboter oder Bastelkit beschleunigen das Lernen spürbar. Am einfachsten fängt man mit dem kostenlosen Browser-Editor auf scratch.mit.edu an, legt eines der beiden Handbücher dazu und lässt das Kind in den folgenden Monaten seine eigenen Spiele bauen.

Die wertvollste Investition ist dabei nicht die umfangreichste Hardware, sondern die Zeit, die gemeinsam mit dem Ausprobieren verbracht wird.

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