· Aktualisiert: 25. Sept. 2026 · PKS Redaktion · Lernspiele & MINT · 13 Min. Lesezeit

LEGO SPIKE ist ausgelaufen: Was Eltern und Schulen jetzt wissen müssen

LEGO Education hat SPIKE Prime und SPIKE Essential eingestellt. Welche Fristen für App, Ersatzteile und Wettbewerb gelten, was der Nachfolger Informatik & KI kann und welche Robotik-Sets Familien heute stattdessen kaufen können.

Die Angaben auf den 4 Produktkarten wurden zwischen dem 24. und 25. Sept. 2026 gegen die Herstellerseiten geprüft. So prüfen wir

Kurz gesagt

LEGO Education hat SPIKE Ende Juni 2026 eingestellt; vorhandene Sets laufen mit App-Unterstützung bis 2031 weiter, Wettbewerbsteams dürfen bis zur Saison 2027/28 antreten. Für zu Hause hat LEGO derzeit kein programmierbares Robotik-Set, dort führen Codey Rocky ab sechs, der micro:bit ab acht oder der mBot2 ab zehn weiter.

LEGO SPIKE ist ausgelaufen: Was Eltern und Schulen jetzt wissen müssen

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LEGO Education hat SPIKE eingestellt. Seit dem 30. Juni 2026 verkauft der Hersteller SPIKE Prime und SPIKE Essential nicht mehr selbst, die App bekommt keine neuen Funktionen mehr, und im Wettbewerb läuft die Zulassung aus. An die Stelle tritt eine neue Reihe, „LEGO Education Informatik & KI“. Sie ist mit SPIKE nicht kompatibel und richtet sich an Schulen, AGs und Teams.

Für Familien ist die Lage damit unübersichtlich: Ein SPIKE-Set gibt es nur noch als Restbestand, das neue System ist fürs Klassenzimmer gebaut, und ein programmierbares Robotik-Set für zu Hause hat LEGO derzeit nicht im Programm. Dieser Ratgeber ordnet, was passiert ist, welche Fristen gelten, was Schulen und Teams jetzt planen sollten, und welche Robotik-Sets für welches Alter zu Hause eine Alternative sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • SPIKE ist ausgelaufen. LEGO Education hat den Direktvertrieb von SPIKE Prime (45678) und SPIKE Essential (45345) zum 30. Juni 2026 eingestellt. Händler verkaufen Restbestände, solange der Vorrat reicht (LEGO Education, SPIKE-Update 2026).
  • Die Fristen: Ersatzteile bis 30. Juni 2028, App-Unterstützung bis 30. Juni 2031. Im Wettbewerb dürfen Teams in der Saison 2027/28 letztmalig mit SPIKE antreten (HANDS on TECHNOLOGY).
  • Der Nachfolger heißt „LEGO Education Informatik & KI“: drei Sets für Klasse 1–3, 4–6 und 7–9, verkauft über Fachhändler, nicht bei Amazon. SPIKE-Motoren und -Sensoren passen nicht dazu.
  • Für Familien gibt es von LEGO derzeit kein programmierbares Robotik-Set. Wer zu Hause einsteigen will, kauft einen SPIKE-Restbestand mit klarer Frist oder greift zu einem anderen System, etwa Codey Rocky ab 6 oder mBot2 ab 10.

Was beim Bauen und Programmieren passiert

Robotik-Sets sind teuer, deshalb lohnt der Blick darauf, was an dieser Art zu spielen belegt ist — und was nicht. Das gilt unabhängig davon, welches System am Ende auf dem Tisch steht.

Einfaches Material trägt das komplexeste Spiel. In der TIMPANI-Studie der Eastern Connecticut State University wurden zehn Jahrgänge lang Kinder im Freispiel gefilmt und nach Problemlösen, Kooperation, Kreativität und Sprachgebrauch kodiert. Über alle zehn Jahre zeigte sich dasselbe Muster: Am stärksten schnitten Konstruktionsspielzeug und Replika-Figuren ab — offen, „low-tech”, mit mehreren Teilen (TIMPANI Toy Study, 2010–2019). Beobachtet wurden Drei- und Vierjährige in Vorschulklassen, nicht Grundschulkinder an Robotik-Sets; es ist ein Muster über zehn Jahrgänge, keine Kausalaussage über ein einzelnes Produkt.

Räumliches Zusammensetzen und frühe Mathefähigkeiten hängen zusammen. In einer Studie mit 102 Dreijährigen wurde gemessen, wie gut Kinder Muster mit Steckbausteinen nachbauen. Wie gut sie das können, hängt messbar mit ihren frühen Mathefähigkeiten zusammen. Ob das eine das andere verursacht, zeigt die Studie nicht (Verdine u. a. 2014, Child Development).

Spiel ist die Art, wie Kinder lernen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung formuliert es so: Kinder entwickeln im Spiel ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Können. Das gilt altersübergreifend und ist der Grund, warum ein Robotik-Set nur dann etwas taugt, wenn es tatsächlich bespielt wird — und nicht, wenn es einmal aufgebaut im Regal steht.

Daraus leiten sich drei Förderziele ab, an denen sich jede Empfehlung in diesem Artikel messen lassen muss:

  1. Offenes Konstruieren statt fertiger Modelle — das Set muss mehr hergeben als die Modelle in der Anleitung, sonst ist es nach einem Wochenende erledigt.
  2. Ursache und Wirkung sichtbar machen — ein Sensor, der misst, und ein Motor, der reagiert: Genau hier wird ein Programm für ein Kind überprüfbar statt abstrakt.
  3. Eine Lernkurve, die weiterführt — von Symbolen über Wortblöcke bis zu echtem Code, ohne dass das Material unterwegs gewechselt werden muss.

Was SPIKE war und warum es ausläuft

SPIKE bestand aus zwei Linien. SPIKE Essential richtete sich an Kinder ab sechs Jahren, mit einem kleinen Hub, einfachen Sensoren und Programmierung über Symbole. SPIKE Prime war für Kinder ab zehn gedacht, mit größerem Hub, Python und dem Zuschnitt auf den Wettbewerb. Motoren und Sensoren ließen sich laut LEGO an beiden Hubs betreiben (SPIKE Essential FAQ). Wer von Essential auf Prime umstieg, konnte seine Teile mitnehmen. Genau das war Förderziel 3, in der Hardware verankert.

In der Fachpresse galt SPIKE oft als Nachfolger von LEGO Mindstorms, das seit 2022 eingestellt ist, ebenso wie das Heimset BOOST (Brickset, 26.10.2022). LEGO Education selbst sah das anders: SPIKE Prime sei nicht dafür gedacht, EV3 zu ersetzen oder nachzubilden (SPIKE Prime FAQ).

Zum 30. Juni 2026 hat LEGO Education den Direktvertrieb des gesamten SPIKE-Portfolios eingestellt (SPIKE-Update 2026). Die Ablösung ist eine neue Produktgeneration mit eigener Hardware, eigener App und eigenem Unterrichtskonzept. Parallel endet die Zusammenarbeit zwischen FIRST und LEGO Education mit der Saison 2026/27. Der Wettbewerb heißt ab August 2027 „LEGO League“ und wird weiter von HANDS on TECHNOLOGY veranstaltet (Wandel und Zukunft).

Der Nachfolger: LEGO Education Informatik & KI

Die neue Reihe heißt auf Deutsch „LEGO Education Informatik & KI“, in den USA „Computer Science & AI“. Sie besteht aus drei Sets, nach Klassenstufen gestaffelt:

SetAlter laut LEGOTeileElektronik
45520 · Klasse 1–3ab 5 Jahren2761 Einzelmotor, 1 Farbsensor, 1 Verbindungskarte
45521 · Klasse 4–6ab 8 Jahren3211 Doppelmotor mit 6-Achsen-Lagesensor, 1 Farbsensor, 1 Verbindungskarte
45522 · Klasse 7–9ab 11 Jahren3791 Einzelmotor, 1 Doppelmotor, 1 Farbsensor, 1 Controller, 2 Verbindungskarten

Quelle für die Tabelle: LEGO-Education-Produktseiten zu 45520, 45521 und 45522 sowie die FAQ für Lehrkräfte.

Kein Hub mehr. Anders als bei SPIKE gibt es keinen zentralen Baustein, an den alles angeschlossen wird. Jedes elektronische Teil hat einen eigenen Akku und verbindet sich per Bluetooth Low Energy, gekoppelt wird über die Verbindungskarten. Motoren reagieren auch ohne Tablet direkt auf den Farbsensor. Für Förderziel 2 ist das ein direkter Weg: Farbe vor den Sensor halten, Motor reagiert, ganz ohne Bildschirm.

Programmiert wird in „Coding Canvas“. Die App läuft im Browser (Chromium-basiert) oder als iPad-App, eine Android-App gibt es nicht. Programmiert wird mit Blöcken aus Symbol und Wort und mit Python. Für Python installiert man das Paket legoeducation (ab Python 3.14), auf Chromebooks geht das nicht. Blöcke und Python in derselben App tragen Förderziel 3, auch wenn der Schritt in die nächste Klassenstufe ein anderes Set bedeutet.

Die KI-Funktion. Die Kamera des Geräts erkennt Körperhaltungen, und die Kinder können eigene Klassen trainieren, also dem Programm selbst beibringen, was es erkennen soll. Laut LEGO laufen alle KI-Funktionen lokal auf dem Schülergerät, ein Chatbot ist ausdrücklich nicht dabei (AI Safety Statement).

Für wen. Jedes Set ist laut LEGO für vier Kinder gleichzeitig ausgelegt. Dazu gehören 30 Unterrichtsstunden à 45 Minuten und ein kostenloses Lehrerportal. Lehrkräfte brauchen ein LEGO-Konto, die Kinder melden sich per PIN an. Das ist ein Unterrichtssystem für Schulen, AGs, Clubs und Wettbewerbsteams. Eine Heimversion hat LEGO nicht.

Bezug und Preis. Eine Euro-UVP nennt LEGO nicht, die deutsche Produktseite verweist auf die Fachhändlersuche. Bei amazon.de sind die Sets nicht gelistet. In den USA kosten sie 339,95 $, 429,95 $ und 529,95 $. Bei deutschen Fachhändlern lagen die Preise laut Preisvergleich brickmerge.de am 25.09.2026 bei etwa 325 €, 439 € und 529 €. Einige Fachhändler verkaufen auch an Privatleute. Wir verlinken hier bewusst keinen Kauf, weil wir das System für die meisten Familien nicht für die passende Wahl halten.

Die zweite neue Reihe. Neben Informatik & KI hat LEGO „LEGO Education Naturwissenschaften“ gestartet (45620, 45621, 45622, ab 5, 8 und 11 Jahren). Dafür braucht es kein Gerät und kein Programmieren. LEGO stellt sie nicht als Ersatz für SPIKE Essential dar, sondern als Angebot für naturwissenschaftliche Lernziele.

Ich habe schon SPIKE: Was jetzt?

Ein vorhandenes SPIKE-Set wird nicht von heute auf morgen unbrauchbar. Die Fristen laut LEGO Education (SPIKE-Update 2026) und HANDS on TECHNOLOGY (Wandel und Zukunft):

WasFristWas danach gilt
Direktvertrieb LEGOendete am 30.06.2026Händler verkaufen Restbestände, solange der Vorrat reicht
Neue App-Funktionenseit 30.06.2026 keine—
Ersatzteilebis 30.06.2028kein Nachschub mehr von LEGO
WettbewerbSaison 2027/28letzte Saison mit SPIKE und Vorgängersystemen, ab 2028/29 Pflicht: Informatik & KI
SPIKE-AppUnterstützung bis 30.06.2031App bleibt online, bekommt aber keine Updates und Fehlerbehebungen mehr

Keine Kompatibilität. SPIKE-Hubs, -Motoren und -Sensoren arbeiten nicht mit den neuen Sets zusammen. Für die Future Edition des Wettbewerbs heißt es ausdrücklich, sie sei nicht mit SPIKE oder anderen älteren Produkten kompatibel (Future Edition). Normale LEGO-Steine passen weiter. Die Bauteile aus einem SPIKE-Kasten bleiben also Baumaterial, die Elektronik bleibt beim alten System.

Was das praktisch heißt:

  • Familien mit SPIKE zu Hause können das Set weiter nutzen. Bis 2031 bekommt die App Fehlerbehebungen, danach läuft sie ohne Updates weiter. Wer bis 2028 Ersatzteile braucht, etwa für verlorene Kleinteile, bestellt sie besser früher als später.
  • Schulen haben Zeit. Ein vorhandener Klassensatz lässt sich weiter nutzen, mit Fehlerbehebungen für die App bis 2031. Neue Sets sollte man nur noch dann in SPIKE nachkaufen, wenn ein bestehender Satz ergänzt werden muss und das Budget für einen Wechsel fehlt.
  • Wettbewerbsteams haben die härteste Frist. Nach der Saison 2027/28 braucht jedes Team die neuen Sets. Wer ein Team neu gründet, sollte deshalb nicht mehr in SPIKE investieren.

Für Familien: Welche Alternative für welches Alter?

Ein programmierbares Robotik-Set für zu Hause hat LEGO derzeit nicht. BOOST und MINDSTORMS Robot Inventor sind seit 2022 eingestellt (Brickset), und die Technic-Modelle mit Control+ lassen sich fahren, aber nicht programmieren.

Bleiben zwei Wege. Der erste ist ein SPIKE-Restbestand. Bei amazon.de sind Prime und Essential nicht mehr lieferbar, bei Fachhändlern gab es sie laut Preisvergleich brickmerge.de am 25.09.2026 noch: Prime ab etwa 409 € (UVP 514,99 €), Essential ab etwa 295 € (UVP 399,99 €). Das kann sich lohnen, wenn die Schule des Kindes mit SPIKE arbeitet. Man kauft dann aber ein System mit Ablaufdatum: Ersatzteile bis 2028, App-Unterstützung bis 2031.

Der zweite Weg ist ein anderes System. Die folgenden vier sind bei Amazon lieferbar und decken die Altersstufen ab, für die SPIKE gedacht war.

Alternativen zu SPIKE für zu Hause

Ab 6 Jahren

Der Einstieg für Kinder, die mit SPIKE Essential angefangen hätten

Makeblock Codey Rocky · 6–8 Jahre

Makeblock Codey Rocky – Einsteiger-Roboter für jüngere Kinder

Codey Rocky besteht aus zwei Teilen: der LED-Figur Codey und dem Rover Rocky. Programmiert wird mit einer vereinfachten, auf Scratch basierenden Blocksprache, gedacht für Kinder ohne Vorkenntnisse. Die bunte LED zeigt sofort, ob das Programm tut, was es soll. Das ist Förderziel 2 in seiner einfachsten Form: Befehl setzen, Ergebnis sehen, Fehler finden.

Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Der Hersteller gibt sechs bis acht Jahre an. Danach wird der Roboter für viele Kinder zu einfach, der Umstieg auf ein größeres System ist dann ein Neukauf. Codey Rocky ist ein Roboter, kein Baukasten: Förderziel 1, das offene Konstruieren, bedient er kaum.

149,99 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

Verkauf durch Makeblock DE

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Ab 8 Jahren

Programmieren lernen mit dem System, das viele Schulen schon nutzen

BBC micro:bit v2 (Einzelplatine) · ab 8 Jahren

BBC micro:bit v2 – britische Programmierplatine für Einsteiger

Der micro:bit ist eine kleine Programmierplatine mit LED-Feld, Bluetooth und seit Version 2 auch Mikrofon und Lautsprecher. Programmiert wird mit MakeCode in Blöcken oder mit Python, auf derselben Platine. Das trägt Förderziel 3: Wer mit Blöcken anfängt, kann später auf Text umsteigen, ohne das Gerät zu wechseln. Die Community ist groß, die meisten Anleitungen sind allerdings auf Englisch.

Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Die Einzelplatine ist kein Roboter. Motoren und Fahrgestell gehören nicht dazu, für Robotik-Projekte braucht es Zubehör oder einen Bausatz. Wer ein fahrendes Modell erwartet, ist mit einem der Roboter in dieser Liste besser bedient.

23,90 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

Verkauf durch PARALEA Serversysteme

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Ab 9 Jahren

Für Kinder, bei denen das Bauen wichtiger ist als das Programmieren

fischertechnik ADVANCED Mechanic & Static 2 · ab 9 Jahren

fischertechnik Mechanic & Static 2 – Baukasten mit Getriebe und Statikkonstruktionen

Nicht jedes Kind, das sich für SPIKE interessiert hätte, will programmieren. Dieser fischertechnik-Kasten ist ein Mechanik-Labor mit Zahnrädern, Getrieben und Statikkonstruktionen. Ob eine Konstruktion trägt oder ein Getriebe greift, zeigt sich beim Ausprobieren. Das ist Förderziel 1 ohne Umweg über einen Bildschirm.

Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Programmieren lässt sich hier nichts. Wer gezielt Robotik will, bekommt mit diesem Set nur die mechanische Grundlage. Kommt der Wunsch nach einem Roboter später, ist das ein zweiter Kauf.

91,99 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

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Ab 10 Jahren

Die naheliegende Alternative zu SPIKE Prime für zu Hause

Makeblock mBot2 · ab 10 Jahren

Makeblock mBot2 – Programmier-Roboter mit CyberPi-Steuerplatine

Der mBot2 wird über die Steuerplatine CyberPi programmiert, zunächst in mBlock, einer auf Scratch basierenden Blockumgebung, später in echtem Python. Damit deckt er dieselbe Lernkurve ab, für die SPIKE Prime stand, von Blöcken zu Text. Für Förderziel 3 ist das der Kern: ein Gerät, das mitwächst.

Schwächen, aber keine Ausschlusskriterien: Die Einrichtung kostet laut Praxisberichten Geduld, ohne Erwachsenen an der Seite wird der Start für manche Kinder zäh. Ältere Makeblock-Module mit RJ25-Anschluss passen nur über Adapter.

125,44 €Preis von Amazon, Stand 30.09.2026

Verkauf durch Makeblock DE

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Mehr zu den Makeblock-Robotern steht in unserem Ratgeber zu mBot und Makeblock, zum micro:bit und seinem deutschen Gegenstück Calliope mini im Vergleich der Programmierplatinen.

Vergleich: SPIKE, Informatik & KI und mBot2

SPIKE PrimeInformatik & KIMakeblock mBot2
Statusausgelaufen, App-Unterstützung bis 30.06.2031aktuell, Auslieferung seit April 2026aktuell
Alterab 10drei Sets: ab 5, ab 8, ab 11ab 10
ProgrammierungBlöcke und Python in der SPIKE-AppBlöcke und Python in Coding CanvasmBlock (Scratch-basiert) und Python
Steuerungzentraler Hubkein Hub, jedes Teil mit eigenem AkkuSteuerplatine CyberPi
Gedacht fürSchule, Wettbewerb, zu HauseSchule, AG, Club, Wettbewerb (vier Kinder je Set)zu Hause (unsere Einordnung)
BezugRestbestand bei Fachhändlern, nicht mehr bei amazon.deFachhändler, nicht bei amazon.debei Amazon lieferbar
Wettbewerbbis Saison 2027/28ab 2028/29 Pflicht—

Stand der Angaben: 25.09.2026, nach Herstellerangaben und den oben verlinkten Quellen. Preise nennen wir in der Tabelle bewusst nicht, sie ändern sich bei Restbeständen und Fachhändlern zu schnell.

Was du vermeiden solltest

  • Einen SPIKE-Restbestand kaufen, ohne die Fristen zu kennen. Ersatzteile gibt es bis 2028, App-Unterstützung bis 2031, im Wettbewerb ist nach 2027/28 Schluss. Für ein Kind, das zu Hause ein paar Jahre damit baut, kann das reichen. Für ein neues Wettbewerbsteam ist es die falsche Investition.
  • Informatik & KI als Geschenk für ein einzelnes Kind kaufen. Das System ist für vier Kinder gleichzeitig und für den Unterricht mit Lehrerportal gebaut. Zu Hause zahlt man für eine Ausstattung, die dort kaum zum Tragen kommt.
  • SPIKE-Elektronik aufheben, weil sie später zum Nachfolger passen könnte. Sie passt nicht. Wer umsteigt, kann die normalen LEGO-Steine weiterverwenden, Hub, Motoren und Sensoren nicht.
  • Robotik kaufen, wo es um Bauen geht. Wenn ein Kind vor allem konstruieren will und das Programmieren nur mitgekauft wird, ist ein Technikbaukasten ohne Elektronik das ehrlichere Geschenk.
  • Kaufen, bevor du in der Schule nachgefragt hast. Arbeitet die Klasse mit SPIKE, micro:bit oder schon mit den neuen Sets, ist das die beste Orientierung, welches System zu Hause anschließt.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich SPIKE Prime oder Essential jetzt noch kaufen?

Nur noch als Restbestand. LEGO Education verkauft SPIKE seit dem 30. Juni 2026 nicht mehr direkt, Händler dürfen abverkaufen, solange der Vorrat reicht. Bei amazon.de sind beide Sets nicht mehr lieferbar, bei Fachhändlern gab es sie am 25.09.2026 noch. Wer kauft, sollte die Fristen kennen: Ersatzteile bis 30. Juni 2028, App-Unterstützung bis 30. Juni 2031, Wettbewerb letztmalig in der Saison 2027/28.

Passen SPIKE-Teile zum neuen LEGO Education Informatik & KI?

Nein. Die Motoren, Sensoren und Hubs von SPIKE sind mit den neuen Sets nicht kompatibel. Normale LEGO-Steine passen dagegen weiter, die Bauteile aus den SPIKE-Kästen lassen sich also als Material weiterverwenden.

Gibt es Informatik & KI auch für zu Hause?

Eine Heimversion hat LEGO nicht. Jedes Set ist für vier Kinder gleichzeitig gedacht, dazu gehören 30 Unterrichtsstunden und ein Lehrerportal. Verkauft wird über Fachhändler, von denen manche auch an Privatleute liefern. Bei amazon.de sind die Sets nicht gelistet. Für ein einzelnes Kind zu Hause sind die Alternativen in diesem Artikel meist die passendere Wahl.

Bis wann kann unser Team mit SPIKE an der LEGO League teilnehmen?

Letztmalig in der Saison 2027/28, das gilt auch für die Vorgängersysteme. Die Future Edition startet schon 2026/27 mit den neuen Sets, ab der Saison 2028/29 sind die Informatik-&-KI-Sets Pflicht. Ab August 2027 heißt der Wettbewerb LEGO League, Veranstalter bleibt HANDS on TECHNOLOGY.

Wenn ihr tiefer einsteigen wollt

Zusammengefasst

SPIKE ist ausgelaufen, aber nicht über Nacht nutzlos: Wer ein Set hat, kann es mit App-Unterstützung bis 2031 weiter verwenden, Wettbewerbsteams bis zur Saison 2027/28. Schulen, AGs und Teams, die neu planen, sollten auf LEGO Education Informatik & KI setzen, das über Fachhändler verkauft wird. Für Familien ist das neue System meist nicht die passende Wahl. Zu Hause führt ein anderes System weiter: Codey Rocky ab 6, der micro:bit ab 8, fischertechnik für Kinder, die lieber bauen, und der mBot2 ab 10 als naheliegende Alternative zu SPIKE Prime.

Quellen

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